Wir essen. Viel und gern. Und aus unterschiedlichen Gründen. Aber Essen kann uns nicht nur glücklich machen, sondern auch krank.
Die meisten von uns neigen dazu, gelegentlich in Übermaß zu essen, aber der Grund dafür ist nicht für alle gleich.
Dabei spielt natürlich die Selbstreflexion eine große Rolle. Aus welchen Gründen essen wir überhaupt? Und in welchen Situationen gehen unsere Gefühle mit uns durch und wir essen einfach nicht das, was gut für uns ist?

Essen ist Gefühlssache. Ein tröstendes Stückchen Schokolade oder ein süßes Törtchen zur Belohnung für eine bestandene Prüfung. Wir alle kennen das.
Aber ist es gut, Essen mit Gefühlen zu verbinden?

Oft denken wir dann gar nicht lange über Sinn und Unsinn unseres Snacks nach. Wir wandern einfach wie ferngesteuert zum Kühlschrank und schieben uns wahllos irgendetwas zwischen die Kiemen. Wer sich öfter dabei erwischt, zu essen, ohne darüber nachzudenken, sollte anfangen, sich Fragen zu stellen: brauche ich jetzt wirklich etwas zu Essen? Oder will ich vielleicht eigentlich etwas ganz anderes?
Oft hilft es auch, den ersten Impuls erst einmal abzuwarten. Manchmal will man ganz spontan etwas essen. Wenn man allerdings erst einmal widersteht und sich mit etwas anderem ablenkt, hat sich der Appetit oft schon von selbst erledigt.


Aber keine Sorge, wenn man sich ab und zu mal dabei erwischt, aus einem der oben erwähnten Gründe zu essen, ist das noch kein Beinbruch. Jeder weiß, dass Schokolade bei Liebeskummer manchmal der einzig wirksame Trost ist. Und jeder kennt die Situation, dass man in Stressphasen mehr isst, als sonst. Wenn das nicht zur Regel wird, ist das alles kein Grund zur Panik! Nachdenklich sollte man nur werden, wenn man Konflikten regelmäßig mit übermäßigem Essen begegnet – denn Schokolade kann vielleicht trösten, Probleme lösen kann sie aber nicht.

Dennoch: nicht nur unser Verhalten, auch die Veränderung der Portionsgrößen haben eine stetige Gewichtszunahme zur Folge. Besonders bei fertig portionierten Lebensmitteln sind die Größen der Verpackungen gewachsen. Tiefkühl- und Fertiggerichte legten in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast 50% an Portionsgröße zu! Das fällt uns natürlich nicht sofort auf. Natürlich sind wir ja nicht gezwungen die größeren Portionen zu verschlingen, aber wenn es schon mal da ist…
Nein, im Ernst: in der heutigen Zeit, in der wir einfach immer alle möglichen Nahrungsmittel zur Verfügung haben, liegt es einfach in unserer Natur zu essen, wenn Essen da ist. Genetisch bedingt ist dieses Verhalten sogar lebenserhaltend. Doch in grauer Vorzeit gab es noch Schwankungen im Nahrungsangebot, die dazu führten, dass man sich nicht ständig „überfraß“.
Fakt ist, zu viel Essen ist für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit nicht förderlich. Die Folgen können verheerend sein. Damit ist nicht nur Schlafmangel, Gewichtszunahme und die Volkskrankheit Diabetes gemeint. Mit sich selbst nicht im Reinen sein macht uns unzufrieden und im schlimmsten Fall sogar depressiv.

Jetzt, wo der Winter fast vorbei ist, lohnt es sich, sein Essverhalten mal ein wenig zu überdenken. Immerhin geht das Essen ja in den Bauch bzw den Darm. Kaum ein anderes Organ hat so unmittelbare Auswirkungen auf Gesundheit und Stimmung wie der Darm, denn er liefert dem gesamten Körper die Energie, die er zum Leben braucht. Tag und Nacht ist er aktiv, um die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten, den Körper mit Nährstoffen zu versorgen und den Organismus vor Krankheitserregern zu schützen. Darüber hinaus beherbergt der Verdauungstrakt rund drei Viertel aller Abwehrzellen. Grund genug, dass wir unserem Bauch mit seinem Multitalent die Aufmerksamkeit schenken, die ihm gebürt.

Im YogaCircle Berlin wird das Thema Detox im März ganz groß geschrieben. Wir möchten mit euch gemeinsam einen Monat lang gesund leben und etwas Gutes für Leib und Seele tun. Der Bauch steht dabei im Mittelpunkt! Freut euch auf tolle Rezepte, wirksame Übungen für den Bauch, spannende Beiträge und köstliche Smoothies!
Weitere Infos folgen.