Im Zusammenhang mit Meditation habe ich ab und an das Bonmot gehört: „Mind is a monkey who was stung by a bee.“
Ein Affe im Kopf, damit können viele etwas verbinden – ich habe auf alle Fälle so einen. Manchmal scheint es sogar eine ganze Affenmeute zu sein, so laut wird da gezetert und gekreischt. Mein Äffchen kann nonstop nörgeln und jammern, urteilen und rechtfertigen, anklagen und verteidigen, meckern, pöbeln und diskutieren. Ich habe gelernt, das Gequatsche zuweilen wahrzunehmen, und dann wundere ich mich nicht mehr so, wenn mir gerade scheinbar grundlos aggressiv oder schwarzmalerisch zumute ist. Das Äffchen ist immer aufgebracht – ist  ja auch kein Wunder, wenn man gerade von einer Biene gestochen wurde – und springt rastlos umher. Oft ist es aber auch vor lauter Freude so aufgeregt, entwirft bunte Zukunftszenarien und quatscht unbändig gutgelaunt davon,  wie schön das Leben ist und dass es so vieles gibt, für das wir dankbar sein können. Dann fühle ich mich erfüllt und weiß gar nicht, wohin mit mir. Wunderschön ist das – von innerem Frieden irgendwie aber doch ziemlich weit entfernt. Das Erfahren von Ruhe und Zufriedenheit, das hat bei mir ganz viel mit Yoga zu tun. Eine gute Yogastunde ist wie ein Ruheraum inmitten all des Affentanzes. Plötzlich ist da STILLE.. Das Feine daran ist: Ich kann nie vorhersagen, wann die Stille kommt, wieviel davon und wie lange sie anhält. Mal ist es mitten in der Yogastunde, mal danach, im Laufe des weiteren Abends oder am nächsten Tag – manchmal von allem etwas und manchmal überhaupt nicht.
Insgesamt wird sie aber im Laufe der Zeit mehr, diese Stille.  Und so eine Art Frieden im Chaos. Dann muss es gar nicht still sein. Das Äffchen krakeelt, die Biene summt auch noch durch die Gegend, und zugleich ist da..Ruhe im Karton.