Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mache mir Dinge gern sehr kompliziert. Oder halte sie wenigstens dafür, besonders im Vorhinein. Der Anfang im Yogacircle dagegen war unheimlich…simpel. Mein Einstieg war ja ein Präventionskurs, der wurde unkompliziert und professionell abgewickelt. Als ich einmal krank war konnte ich zwei verpasste Termine in den offenen Klassen nachholen und dort gleich andere Lehrer beschnuppern. Sie kennen ihre Schüler mit Namen und begrüßten mich gleich als unbekanntes Gesicht. Ob es etwas gibt, dass sie wissen sollten, Schmerzen, Probleme irgendwo? Fragen sind willkommen, das stimmt tatsächlich, ich hab´s mehrmals ausprobiert!  

Ich finde, sie schaffen es ganz gut, Yoga unkompliziert zu halten. Denn betont wird immer wieder, es gibt gar kein richtig oder falsch, nur den heutigen optimalen Ausgleich. Sein statt Leisten. Das klingt so abgedroschen, dass es auch schon wieder auf einem Werbebanner prangen könnte. Bei mir kommt es aber als ehrlich an. Weder Esoterikmief noch Lifestyle – Optimierungsfabrik.

Mir geht es mit dem Ökohype ganz ähnlich. Öko-Konsumterror und Greenwashing sind unglaublich nervig. Aber wenn sich allgemein die Überzeugung durchsetzt, dass wir mehr ökologische Verantwortung übernehmen müssen, dann ist doch alles ok. Ich finde bio nach wie vor super. Und Yoga auch. Sich darüber aufzuregen, dass es mittlerweile eine Riesen-Yoga-Industrie entwickelt hat..ist doch irgendwie auch un-yogisch, oder? Hauptsache, es gibt richtig gute, authentische Lehrer. Die möglichst viele Menschen dabei anleiten können, sich und ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Weniger Schmerzen, mehr Zufriedenheit..

Dazu noch so ein banal-genialer Satz aus der Yogastunde: “Auf den Atem zu achten, schenkt Dir Gelassenheit”.

Alles gar nicht so kompliziert, sagte ich ja bereits.