Im letzten Beitrag habe ich berichtet, dass ich unerklärlicherweise seit über einem Jahr nicht mehr rauche. Heute will ich ein wenig mehr davon erzählen, wie das kam und warum auch das für mich viel mit Yoga zu tun hat. Irgendwann war es nämlich soweit und das passierte, was Deepak Chopra umschreibt mit: allow your body to take care of you.

Das Aufhören bahnte sich schon eine Weile an, ich vertrug die zahllosen Kippen einfach immer schlechter. Aber deshalb konnte ich nicht gleich weniger rauchen, im Gegenteil. Dabei wurde mir auch immer bewusster, wie süchtig ich mich verhalte. Ich ging zum Yoga, konzentrierte mich 1 ½ Stunden lang auf meinen Atem, schickte ihn in die tiefsten Ecken meiner Lunge, in die Nieren und überall hin, wo gerade Lebensenergie hinfließen sollte. Anschließend zündete ich mir eine Zigarette an und kam mir ganz schön bescheuert vor. Die Zigaretten vor und nach dem Yoga wurden immer widerlicher..mir war so, als würde mein Körper mir zu verstehen geben, dass er das Zeug nicht will. Als ich ein paar Monate später dann tatsächlich aufhörte, hat mir Yoga viel Halt gegeben. Vom nicht verqualmten Geld habe ich mir Yogastunden gekauft, als Motivation und Belohnung zugleich, und die haben mir geholfen, mit den merkwürdigen Spannungszuständen zurechtzukommen, durch die man halt gehen muss im Entgiftungsprozess. All die yogische Konzentration auf den Atem war da Gold wert. Es mir sehr geholfen, bewusst zu atmen und saubere Luft einzusaugen. Ich habe mir gesagt, dass ich mich darauf freuen kann, eines Tages mehr Luft fürs OM zu haben, mir vorgestellt, dass mein Körper jetzt Frühjahrsputz und Regenerationskur in einem macht, sich selbst heilt und ich eigentlich nur zugucken muss.
Und was das Nichtrauchen angeht haben sich all meine Hoffnungen bewahrheitet, es gibt nichts Besseres. Nur auf das minutenlange OM-Singen-Können warte ich noch.