Wer regelmäßig an den offenen Klassen im YogaCircle Berlin teilnimmt, kennt sie auf jeden Fall: Judith Mateffy gehört zu den Lehrerinnen, die seit vielen Jahren bei uns unterrichten. Wie kam es, dass Judith Yogalehrerin wurde? Das hat sie uns im Gespräch verraten.

Welche Klassen unterrichtest du aktuell im YogaCircle Berlin?
Ich unterrichte am Montag um 18.15 Uhr Level I-II und Donnerstag um 10.00 Uhr eine sanfte Morgenklasse für die 50+ Generation.

Was macht deinen Unterricht aus?
Eine warme Klarheit mit Blick auf Details und Ruhe, um dem Aspekt, der im Alltag zu kurz kommt, mehr Raum zu geben.

Wie bist du zum Yoga gekommen?
Meine erste Stunde hatte ich 2004 im Fitnessstudio bei einer Iyengar Lehrerin. Die Initialzündung kam aber erst viel später. Schuld daran war eine Verwechselung des Yogastudios. Ich war mit einer Freundin verabredet, die aber ein anderes Studio meinte. Mir hat meine erste Stunde so gut gefallen, dass ich nicht weiter gesucht habe und schließlich auch 2008 die Ausbildung begann.

Wann und warum hast du dich dafür entschieden, eine Yogalehrer-Ausbildung zu machen?
Es war wohl vor allem die allgemeine Energie in den Stunden, die mich damals überzeugte auch selbst zu unterrichten. Nichts, was ich bis dahin ausprobiert hatte, wirkte so nachhaltig, so dass mir die Vorstellung gefiel, Yoga auch anderen näher zu bringen. Ich hatte zum Glück keine Ahnung, was das für ein prozesshafter Weg ist…

Was bedeutet es für dich, Yoga zu unterrichten?
Es ist einfach ein großes Geschenk, Menschen mit Yoga in Berührung zu bringen. Da passiert oft sehr viel Überraschendes. Jede Stunde ist anders, weil auch die Gruppen anders sind. Das ist nicht immer leicht, aber für mich als Lehrer ein direkter Erfahrungsweg meinen eigenen Yoga zu leben und sich wach und aufmerksam zu halten.

Gibt es ein Zitat oder einen Aphorismus für dich, das/der Yoga besonders gut beschreibt?
„Alles kommt zu dem, der warten kann“, ein japanisches Sprichwort. Mit „warten“ ist hier nicht „abwarten“ gemeint, sondern geduldig zu erkennen, was wirklich ist. Oft nehmen wir uns einfach nicht die Zeit und treffen vorschnell Entscheidungen, die uns nicht gut tun.